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Analyse und Quantifizierung der Umweltauswirkungen von Fördermitteln in der Intralogistik

Analyse und Quantifizierung der Umweltauswirkungen von Fördermitteln in der Intralogistik
Ansprechpartner:

Meike Braun

Links:
Starttermin:

03.2011

Endtermin:

11.2012

Halle_Gruene_LogistikAnhaltende Diskussionen über die anthropogen verursachte Veränderung des Weltklimas und ein wachsendes Umweltbewusstsein in der Bevölkerung führen zur einer weitreichenden Untersuchung der Umweltleistung technischer Produkte. In dieser Hinsicht ist das Ziel dieses Gemeinschaftsforschungsprojekts die Analyse, Quantifizierung und Bewertung der Umweltaspekte von Flurförderzeugen (Lehrstuhl für Maschinenelemente und Technische Logistik/Helmut-Schmidt-Universität Hamburg), Kranen und Hebezeugen (Lehrstuhl für Fördertechnik Materialfluss Logistik/Technische Universität München) und Lagertechnik (Institut für Fördertechnik und Logistiksysteme/Karlsruher Institut für Technologie). Dazu wird in einem ersten Schritt auf Basis der nationalen und europäischen Gesetzgebung eine weitreichende Liste der Umweltaspekte aufgestellt, die direkt oder indirekt von diesen Fördermitteln in der Intralogistik zu erwarten sind. Die identifizierten Umweltaspekte werden nach definierten Kriterien einer ersten Bewertung unterzogen und kategorisiert. Dabei zeigt sich, dass die Treibhausgasemissionen und die Bedarfe an Energie zu den zentralen Umweltaspekten zählen.

Innerhalb der Teilprojekte werden die Produktlebenszyklen definiert und Konzepte für die Quantifizierung der Umweltaspekte in diesen Lebensabschnitten erarbeitet, die fördermittelspezifisch angewendet werden. Dabei werden Simulations- und Hochrechnungsmodelle verwendet, die durch Messwerte der Herstellerindustrie oder eigene Messungen ergänzt bzw. validiert werden. Die Quantifizierung der Umweltaspekte über den Produktlebenszyklus zeigt in unterschiedlich starker Ausprägung, dass die Nutzungsphase der Maschinen der zentrale Produktlebensabschnitt hinsichtlich der Höhe der Umweltaspekte ist.


Auf dieser Basis werden abhängig von der Ausgangssituation denkbare Verbesserungsansätze diskutiert, um die Höhe der Umweltaspekte der untersuchten Fördermittel zu beeinflussen. Als zentraler Stellhebel in der Nutzungsphase ergibt sich der Endenergiebedarf der Fördermittel. Dabei wird einerseits die maschinentechnische Gestaltung und andererseits die Prozesse, in denen die Geräte eingebunden sind, in Betracht gezogen. Aufgrund der deutlich unterschiedlichen Aufgaben, die diese Maschinen ausführen und der unterschiedlichen technischen Ausgangsbasis sind die Potenziale, die es für Verbesserungen gibt, unterschiedlich hoch und können immer nur produktgruppenspezifisch gesehen werden.


Zur Bewertung der Höhe der Umweltaspekte in der Nutzungsphase werden Endenergiebedarfe anderer Produktgruppen bzw. Gesamtbedarfe in der Europäischen Union herangezogen, um Aussagen über die Relevanz der Umweltaspekte der untersuchten Produktgruppen treffen zu können. Das Ergebnis dieser Betrachtung ist, dass keine Gruppe der untersuchten Fördermittel eine nennenswerte Größenordnung hinsichtlich ihrer Umweltaspekte in der Nutzungsphase erreicht.

Gemeinsam mit den Forschungspartner, der Lehrstuhl für Maschinenelemente und technische Logistik, an der Helmut Schmidt Universität Hamburg (Teilprojekt Flurförderzeuge) und der Lehrstuhl für Fördertechnik Materialfluss Logistik (fml) der Technische Universität München (Teilprojekt Krane und Hebezeuge), kümmert sich das Institut für Fördertechnik und Logistiksysteme (IFL) um das Teilprojekt der Lagertechnik.
                                                                                                                                                                                                                                                                           

 

Das IGF-Vorhaben 16973N/2 der Forschungsvereinigung Intralogistik/Fördertechnik und
Logistiksysteme e.V. (FG IFL)
wird über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung und –entwicklung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

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